Wer eine Weile nicht mit dem Velo unterwegs war, setzt sich beim ersten Mal oft einfach wieder drauf, ohne die Sattelhöhe zu überprüfen. Dabei kann sich die passende Einstellung mit der Zeit verändert haben, sei es durch einen Sattelwechsel oder einfach, weil man sich nicht mehr genau erinnert, wie es sich vorher angefühlt hat beim Fahren.
Eine zu tiefe Sitzposition führt dazu, dass die Knie bei jeder Umdrehung stärker gebeugt werden, was auf Dauer anstrengend wird und die Beine schneller ermüden lässt. Eine zu hohe Position wiederum zwingt die Hüfte zu einer leichten Ausgleichsbewegung, die sich mit der Zeit unangenehm bemerkbar macht.
So findest du die richtige Höhe
Am einfachsten lässt sich die Höhe überprüfen, indem man mit der Ferse auf dem Pedal steht und das Bein dabei fast ganz durchstreckt. Beim normalen Treten mit dem Fussballen bleibt so noch eine leichte Beugung im Knie übrig, was für die meisten eine angenehme und effiziente Position ergibt beim Treten.
Kleine Anpassungen machen dabei oft schon einen grossen Unterschied. Es lohnt sich, die Höhe nach jeder Veränderung nur um wenige Millimeter zu verstellen und danach eine kurze Runde zu fahren, statt gleich eine grosse Anpassung vorzunehmen und erst später zu merken, dass es nicht passt.
Nach der Einstellung lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Neigung des Sattels selbst, da diese ebenfalls beeinflusst, wie bequem die gefundene Höhe tatsächlich wirkt. Ein leicht nach vorne oder hinten geneigter Sattel kann die beste Höheneinstellung sonst wieder unangenehm machen.
Mit der richtigen Sattelhöhe wird jede Fahrt spürbar angenehmer, und die Beine ermüden weniger schnell, selbst auf längeren Strecken. Diese kleine Kontrolle lohnt sich besonders, wenn das Velo nach einer Pause wieder regelmässiger zum Einsatz kommt.