Extra Abstand während der Stosszeit bewusst einhalten

Landschaftsillustration

Während der Stosszeit, wenn viele gleichzeitig zur Arbeit oder nach Hause unterwegs sind, wird der Verkehr auf vielen Strecken merklich dichter. Autos, Trams und andere Velofahrende teilen sich denselben engen Raum, und genau dann lohnt sich ein bewusst grösserer Abstand nach allen Seiten, statt sich möglichst dicht durch die Lücken zu drängen.

Ein grösserer Abstand gibt mehr Zeit, um auf plötzliche Bewegungen zu reagieren, etwa wenn ein Auto unerwartet die Spur wechselt oder ein anderes Velo abrupt bremst. Diese zusätzlichen Sekunden machen in einer dichten Verkehrssituation oft den entscheidenden Unterschied zwischen einem entspannten und einem stressigen Moment.

Ruhig bleiben, auch wenn andere drängen

In der Stosszeit fühlen sich viele unter Zeitdruck und fahren dadurch etwas hastiger als sonst. Sich davon nicht anstecken zu lassen, sondern das eigene Tempo bewusst ruhig zu halten, sorgt für mehr Übersicht und macht es leichter, den nötigen Abstand tatsächlich beizubehalten.

Auch die Wahl der Strecke kann helfen, das dichte Gedränge etwas zu entschärfen. Eine ruhigere Parallelstrasse oder ein Weg mit weniger Kreuzungen bringt zwar manchmal ein paar Minuten mehr Fahrzeit, dafür aber deutlich weniger Situationen, in denen enger Abstand überhaupt zum Problem werden könnte.

Besonders an Kreuzungen mit Tramgleisen lohnt sich in der Stosszeit zusätzliche Vorsicht, da dort mehrere Verkehrsteilnehmer gleichzeitig aufeinandertreffen. Ein etwas grösserer Abstand zu den Schienen selbst verringert zudem das Risiko, mit einem schmalen Reifen darin hängenzubleiben.

Mit etwas mehr Abstand und einem ruhigen Tempo lässt sich die Stosszeit auf dem Velo deutlich entspannter bewältigen. Diese kleine Anpassung braucht kaum zusätzliche Zeit, sorgt aber spürbar für mehr Sicherheit, wenn es auf den Strassen besonders dicht zugeht.