Kettenspannung nach einer Saison im hügeligen Gelände prüfen

Landschaftsillustration

Wer viel in hügeligem Gelände unterwegs ist, fordert die Kette deutlich stärker als bei einer flachen Strecke. Häufige Gangwechsel bei Anstiegen und das ständige Auf und Ab belasten jedes einzelne Kettenglied, und mit der Zeit kann sich die Spannung merklich verändern, ohne dass man es beim Fahren sofort bemerkt oder darauf achtet.

Eine zu lockere Kette springt gerne beim Schalten oder rutscht kurz durch, wenn plötzlich stärker in die Pedale getreten wird, etwa bei einem steilen Anstieg. Dieses Gefühl ist unangenehm und kann auf Dauer auch die Zahnräder stärker abnutzen, als es bei einer richtig eingestellten Kette der Fall wäre.

Spannung mit der Hand prüfen

Am einfachsten lässt sich die Spannung prüfen, indem man die Kette in der Mitte zwischen den Zahnrädern vorsichtig nach oben und unten bewegt. Ein leichtes Spiel ist normal, doch bewegt sich die Kette deutlich mehr als früher, ist eine Nachjustierung fällig, bevor die nächste größere Tour ansteht.

Auch ein Blick auf den Verschleiß der Kette selbst lohnt sich dabei. Eine Kette, die schon viele hügelige Kilometer hinter sich hat, längt sich mit der Zeit leicht, was die Spannung ebenfalls beeinflusst und irgendwann einen Austausch statt einer bloßen Nachjustierung nötig macht.

Nach einer Tour mit vielen steilen Abfahrten lohnt sich außerdem ein Blick auf die Zahnräder selbst, da eine gelängte Kette dort mit der Zeit spitzere, hakenförmige Zähne hinterlässt. Solche Spuren sind ein deutliches Zeichen dafür, dass bald mehr als nur eine Nachjustierung nötig wird.

Eine richtig gespannte Kette macht das Fahren im hügeligen Gelände deutlich angenehmer und leiser. Wer die Spannung nach einer intensiven Saison einmal genau kontrolliert, fährt die kommenden Touren spürbar ruhiger und mit weniger Verschleiß an den wichtigen Teilen.