Sobald die Temperaturen zwischen kühlen Nächten und noch warmen Tagen stärker schwanken, verändert sich auch der Luftdruck in den Reifen spürbar mehr als in den gleichmäßig warmen Sommermonaten. Diese Schwankung hat nichts mit einem Loch im Schlauch zu tun, sondern liegt einfach daran, wie sich Luft bei unterschiedlichen Temperaturen zusammenzieht und ausdehnt.
Wer morgens früh losfährt, merkt den Unterschied oft am deutlichsten, weil der Reifen nach einer kühlen Nacht spürbar weicher wirkt als am Nachmittag, wenn sich die Luft wieder erwärmt hat. Ein kurzer Griff auf den Reifen vor der Abfahrt zeigt schnell, ob noch genug Druck vorhanden ist.
Regelmäßig statt nur gelegentlich prüfen
In dieser Übergangszeit lohnt es sich, den Druck öfter zu prüfen als sonst, am besten immer vor einer längeren Fahrt. Eine Pumpe mit Manometer gibt dabei die verlässlichste Auskunft, während der reine Fingerdruck nur eine grobe Einschätzung erlaubt, die bei größeren Touren nicht immer ausreicht.
Ein richtig aufgepumpter Reifen rollt merklich leichter und schont gleichzeitig Schlauch und Mantel vor unnötigem Verschleiß. Zu wenig Druck erhöht dagegen das Risiko für einen Durchschlag, besonders auf unebenen Wegen mit Schlaglöchern oder scharfen Kanten am Wegrand.
Besonders bei Touren ins Gebirge, wo die Temperatur je nach Höhenlage stark schwanken kann, lohnt sich ein zusätzlicher Check am Ausgangspunkt und noch einmal weiter oben. Der Unterschied zwischen Talboden und höher gelegenen Streckenabschnitten ist oft größer, als man zunächst annimmt.
Wer den Reifendruck in dieser wechselhaften Zeit im Auge behält, fährt spürbar entspannter und sicherer. Diese kleine Gewohnheit kostet kaum Zeit, macht sich aber bei jeder Fahrt bemerkbar, egal ob es in der Früh kühl oder am Nachmittag noch warm ist.